Quick-Tipps: Konflikte empathisch lösen

Im Umgang mit anderen Menschen begegnen uns jeden Tag Konflikte. Die wichtigste Eigenschaft, um gesunde Beziehungen führen zu können, ist daher Empathie. Im heutigen Blogbeitrag lernst du, wie du schwierige Gespräche einfühlsamer und respektvoller gestalten kannst. Denn oftmals ist die erste unbewusste Reaktion bei einem Konflikt: „Ich habe recht!“ Oder: „Ich will es aber so!“ Das bringt dich selten weiter. Die Kunst, Differenzen abzubauen und Versöhnlichkeit zu schaffen, ist ein entscheidender Baustein für ein erfülltes Leben. Das gilt nicht nur für private Kontakte.

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Gleiches zählt im Job: Denkst du an gut funktionierende Beziehungen in der Geschäftswelt, kommt dir Empathie wahrscheinlich nicht als erster entscheidender Charakterzug in den Sinn. Doch gegenseitiges Verständnis ist und bleibt eine der wichtigsten Eigenschaften für intakte Beziehungen – egal ob mit Kollegen, Familienmitgliedern oder Freunden. Diese Meinung vertritt auch die Expertin für Familien-, Beziehungs- und Kindesentwicklung Dr. Gail Gross.

Sie sagt: Wenn du dich in eine andere Person hineinversetzen kannst, ist es dir oftmals auch leicht möglich, einen Streitpunkt aus ihrer Perspektive zu betrachten. Auch wenn du nicht mit dieser Meinung übereinstimmst. Diese Fähigkeit öffnet die Tür für Zusammenarbeit und Kommunikation. Verteidigst du hingegen nur vehement deine eigene Position, kannst du nicht verstehen, was die andere Person zu sagen hat.

Der empathische Prozess

Aus diesem Grund hat Gross einen emphatischen Prozess entwickelt, mit dessen Hilfe du alle deine Beziehung verbessern kannst:

1. Der neutrale Ort

Du bist mit jemandem im Clinch. Oder ihr habt einfach unterschiedliche Meinungen. Nun versuchst du, diese Differenzen auszuarbeiten. Der erste Rat: Triff dich mit dieser Person an einem neutralen Ort. Das kann ein Konferenzraum, ein Restaurant oder eine Parkbank sein. Triff dich nicht im Büro einer der beteiligten Personen. Das bringt sie automatisch in eine Machtposition. Wenn die Diskussion zwischen Familienmitgliedern stattfinden soll, setzt euch in der gemeinsamen Küche zusammen.

2. Die Grundregeln

Lege vor dem Gespräch ein paar Rahmenbedingungen und Übereinkünfte fest. Zum Beispiel: Keine der Parteien darf verletzende Sprache oder persönliche Attacken anwenden. Das entspannt die Gesprächspartner vorab und sorgt für respektvolles Verhalten.

3. Die Einteilung der Zeit

Definiere die Zeit, die für die Diskussion vorgesehen ist. Das setzt einen Rahmen und gibt Aussicht auf ein (versöhnliches) Ende. Anschließend teile die Zeit in drei Abschnitte.

4. Das Wechselspiel

Im ersten Zeitdrittel legt Partei A ihren Standpunkt dar, während Partei B aktiv zuhört. Anschließend redet Partei B im zweiten Zeitdrittel. Auch hier gilt für das Gegenüber: Zuhören und aufnehmen.

5. Die Zusammenarbeit

Während des letzten Zeitdrittels arbeiten schließlich beide Parteien zusammen, um das Problem gemeinsam zu lösen. Die Parteien müssen nicht miteinander übereinstimmen. Der ideale Weg ist, einen Kompromiss zu finden, der für beide Seiten einen Wert hat.

Empathie sorgt für Vertrauen

Durch den Fokus, sich Diskussionen mit Empathie zu nähern, entwickelst du enormes Vertrauen bei deinen Kollegen, Freunden oder zum Beispiel auch bei deinen Kindern. Der Schlüssel zu einer guten Beziehung funktioniert nur wechselseitig, ohne dass einer gewinnt oder verliert. Am Ende des Tages basiert Vertrauen auf Erfahrung, betont Gross. Versuche also beim nächsten Konflikt zuerst einen Schritt zurückzugehen. Atme einmal tief durch und schalte von Gegenwehr auf Verständnis. Sofort öffnen sich dir Schleusen für neue Wege.

Weitere Tipps und Anregungen, wie du dich persönlich und mit deinem Umfeld erfolgreich weiterentwickeln kannst, findest du im digitalen Training „Positive Psychologie“ auf SmartSuccess.de.

Ich freue mich auf deinen Besuch!

Jens

Dr. Jens Tomas ist Keynote-Speaker, Autor und Management-Trainer. Seit mehr als 20 Jahren beschäftigt er sich mit Sozialpsychologie und wissenschaftlich fundierten Kommunikationsmodellen. Als einer der europäischen Top-Experten im Bereich Business, Kommunikation und persönliche Entwicklung sind Veränderungsprozesse sein Spezialgebiet. Kein Ziel ist zu groß und keine Blockade zu tief, dass Jens nicht wüsste, wie man ihnen begegnet.

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